15.Juni

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18. Mai

Berlin bekommt Ökostrom zweiter Wahl recherchierte der Tagesspiegel. Die in der Ausschreibung benannten "ökologischen Kriterien", deren genaue Definition nicht öffentlich bekannt ist, waren so unscharf formuliert, dass Vattenfall mit ein bisschen Ökoschwindel gewinnen konnte. Vattenfall darf weiterhin klimaschädlichen Strom an das Land Berlin liefern, kauft noch ein paar sogenannte "RECS"-Zertifikate hinzu und fertig ist das Ökoimage. Tatsächlicher Umweltnutzen? Nicht vorhanden! Und da diese sinnlosen Zertifikate gar nicht so teuer sind, wie Vattenfall sie an Berlin verkauft, erhält der Konzern noch einen zusätzlichen Gewinn. Den kann der Stromversorger z.B. in den Bau seines neuen, umstrittenen und enorm klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg investieren.Der Senat hat somit für diese Ausschreibung ganz klar versagt! Jetzt heißt es Druck machen, damit in drei Jahren so ein enttäuschendes Ergebnis ausgeschlossen ist. Wir fordern weiterhin: 100% Ökostrom aus Neuanlagen für Berlin und seine Hochschulen!

Auch telepolis schreibt: Berlin schwindelt sich Öko
Greenpeace-Studie zu RECS Zertifikaten

17. Februar

Die Antwort von Sarrazin ist da!
Auch die Stromausschreibung ist seit gestern online einsehbar, die Kritierien stehen also nun fest: Den Zuschlag bekommt das wirtschaftlichste Angebot mit den zwei Komponenten 66,6% günstigster Preis und 33,3% ökologische Kriterien. Leider ist (zumindest im öffentlich bereitgestellten Ausschreibungstext) nicht genauer definiert, was "ökologische Kritierien" sind. Die logische Interpretation aber ist: 100% Ökostrom für Berlin, denn der geringe Preisunterschied wird von den enormen Emissionseinsparungen locker wett gemacht. Wir freuen uns jedenfalls über den Erfolg!

Die Antwort des Finanzsenators ist inzwischen bei uns angelangt, durch die aktuell laufende Klausurenphase nun nach etwas Verzögerung hier bereitgestellt: Antwort von Sarrazin

03. Februar

Sarrazin lässt sich weiter Zeit mit einer Antwort. Gleichzeitig wird im Abgeordnetenhaus und im Senat weiter diskutiert, BUND und WEED sind nun optimistisch: "Großer Erfolg bei Ökostrom-Ausschreibung!"

26. Januar

Vor knapp zwei Wochen haben wir eure Unterschriften übergeben. Nun warten wir auf eine Antwort, doch auf unsere Nachfrage am Freitag, wann wir denn mit einer Antwort rechnen könnten, bekamen wir folgende Auskunft: Es könne noch ein Weilchen dauern, generell werden erst die dringenden Schreiben beantwortet. Angesichts der Tatsache, dass die Ausschreibung immerhin in ein bis zwei Wochen fertig gestellt sein soll, halten wir das für eine Frechheit! Wer selbst noch einmal nachfragen will, was Sarrazin von Klimaschutz und Ökostrom hält, findet hier die Kontaktdaten.
Es sieht übrigens nach aktuellen Informationen nicht so aus, als ob der Senat wirklich Ökostrom beziehen will. Angeblich soll Ökostrom nur bei gleichem Preis bevorzugt werden. Sollte das stimmen, heißt im Umkehrschluss: Das Klima ist dem Senat keinen einzigen Cent wert!

Ob bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ökologische und faire Kriterien eingehalten werden, ist nicht nur bei Strom eine interessante Frage. Die Verbände WEED, ver.di, DGB, BUND und andere laden am 11.2 zu einer Diskussionsveranstaltung ein: FAIRgabe im zweiten Anlauf?

21. Januar

Die taz: Weg frei für Ökostrom in Berliner Behörden
Noch haben wir keine Antwort von Thilo Sarrazin bekommen.


Berlin sagt nein! Wir unterstützen die Kampagne
Berlin sagt nein! Gegen ein neues Kohlekraftwerk in Berlin.

Vattenfall plant derzeit hinter verschlossenen Türen ein neues Kohlekraftwerk im Berliner Bezirk Lichtenberg. Fordern Sie Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) jetzt dazu auf, den Plänen von Vattenfall einen Riegel vorzuschieben und ein neues Kohlekraftwerk - gleich welcher Größe - zu verhindern!

14. Januar

Wir haben heute die insgesamt über 2500 Unterschriften übergeben. In Empfang nahm sie die Pressesprecherin Thilo Sarrazins, Frau Tschenett, sie wird den Brief an Sarrazin weiterleiten. Wir haben um eine schriftliche Antwort gebeten, die wir hier veröffentlichen werden. Ihre Aussage war, dass Sarrazin keine besseren Kriterien aufstellen möchte, sondern nur in der "Nebenausschreibung" Ökostrom zulassen will. Das ist besser als überhaupt nichts, lässt aber weiterhin jeden beliebigen klimazerstörenden Strommix zu. Wir werden jedenfalls am Ball bleiben.

Viele haben geschrieben und bedauert, dass sie nicht unterschreiben durften, da sie nicht an der Hochschule sind. Wir als Gruppe sind alle Studierende und wollten uns auf die Hochschulangehörigen beschränken. Das soll euch nicht davon abhalten, selbst auch Einfluss zu nehmen. Schreibt eigene Briefe, ruft in der Finanzverwaltung an, redet mit Sarrazin, organisiert eine Demo, wechselt selbst zu Ökostrom...

9. Januar

Wir Klimaretter und Ökonews schreiben über uns und der Brief hat nun mehr als 2000 UnterstützerInnen. Die Übergabe ist für Mittwoch, den 14.1 vormittag geplant. Wir freuen uns über Unterstützung bei der Übergabe!

Hier noch ein Artikel aus der Welt, der als Termin für die Ausschreibung, die momentan erarbeitet wird, Mitte Februar nennt.

8. Januar

Morgenpost: Umweltschützer fordern reinen Ökostrom für Berlin

Pressemitteilung: Über 1500 Studierende wollen Ökostrom für Berlin

Anlässlich der noch im Januar zu erwartenden Vergabe der Stromlieferverträge durch das Land Berlin fordern über 1500 Studierende den Senat auf, Ökostrom für ihre Hochschulen zu beziehen. Auch zahlreiche weitere Hochschulangehörige, darunter etwa TU Professor Dr. Edenhofer, einer der Vorsitzenden des Weltklimarats IPCC, unterzeichneten innerhalb von einer Woche den offenen Brief an den Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin. Initiiert wurde die Kampagne, die unter dem Namen „Studieren ohne Kohle“ läuft, vom Umweltreferat der TU Berlin.

7. Januar

Heute haben wir schon die 1500 Unterschriften-Marke überschritten, nun zeigt ein Counter unter dem Brief immer die aktuellen Zahlen an.

Morgen erscheint ein Artikel im neuen Deutschland, welcher uns erwähnt.

Artikel heute im Tagesspiegel, dem Senat scheint die Zukunft egal zu sein...

6. Januar

Wir haben bereits über 1000 Unterschriften!

5. Januar

Artikel im Tagesspiegel zu den Forderungen von BUND und WEED

Artikel in der taz zum gleichen Thema

3. Januar

Unsere Pressemitteilung:
Studieren ohne Kohle - Ökostrom an die Berliner Hochschulen!

Anfang Januar wird die Senatsverwaltung für Finanzen die Stromlieferverträge für das Land Berlin und damit für alle 16 Berliner Hochschulen neu ausschreiben. Studierende fordern: "100% Ökostrom aus Neuanlagen - die Energiewende für Berlin umsetzen!". Noch bis zum 12. Januar können Studierende und andere Hochschulangehörige unter http://www.studieren-ohne-kohle.de einen offenen Brief an Thilo Sarrazin unterschreiben. Darin wird der Finanzsenator aufgefordert, eine Ausschreibung nach den Kriterien des Umweltbundesamtes durchzuführen. Dieses habe gezeigt, dass eine Beschaffung von Strom vollständig aus erneuerbaren Energien möglich sei.
"Angesichts der erwarteten katastrophalen Folgen des Klimawandels sollte Berlin Verantwortung übernehmen und sich von Strom aus Kohlekraftwerken verabschieden." so Susanne Ott, Studentin an der FU Berlin, "Strom aus Atomkraft bezieht das Land erfreulicher Weise schon länger nicht mehr."
Die Kampagne wurde initiiert vom Umweltreferat der TU Berlin.